TV-Hackday MUC 22./23.6.2013!

Mit viel Lust, Hackday-Luft zu schnuppern und bei Projekten mitzumischen, werde ich am 22./23.06.2013 beim TV-Hackday in München dabei sein.

Im Koffer: unsern SoViET (Social Video Event Toolkit), Macbook mit Blackmagic-Kästchen und zum Beispiel folgende Nutzungsszenarien.

Edit: Kurzanleitung Secondscreen gibt’s hier.

Secondscreen
Secondscreen-Apps einrichten, anpassen und bespielen
  • Secondscreen mit Redaktionsstream und Social Stream
  • Redaktionsanwendung zum Sichten/Auswählen/Veröffentlichen
  • zahlreiche Darstellungsformen und Komponenten: Nachrichten, Bilder, Teaser, Polls, Bilderstrecken, Video, …
  • Evtl. anpassen/erweitern mit projektspezifischen Dingen
Infrastruktur
SoViET-Sammler und -Redaktion nutzen und die (syndizierten, kuratierten) Nachrichten in anderen Kontexten nutzen
  • In: TW, FB, G+, RSS, Mail, Chat, Poll, …
  • Out: XML, JSON
  • Social API – “rohe” oder kuratierte Streams nutzen
Sendegrafik
SoViET-Sendesystem (Hard- und Software) nutzen, um Inhalte als Sendegrafik auszuspielen
  • Angebunden ans SoViET-Backend
  • SDI- oder Videotext-Ausgabe
  • Anpassbare Sendetemplates

Mal sehen, was beim Hackday dann auf Interesse stößt?!

Eine spezifische Sendegrafik-Darstellung von Social-Inhalten für ein Projekt realisieren? Secondscreen-Ideen umsetzen? SoViET-Infrastruktur nutzen?

joachim

 

 

Yeah! Flypsite-Premiere bei der TEDxHamburg

flypsite, die nächste Generation unserer Social-Media-Tools für Publisher, hatte ihren ersten großen Auftritt bei der TEDxHamburg. Und was sollen wir sagen: They enjoyed it! Hier ansehen!

Weiterlesen

Engagement hoch 3 – Nachlese zu “Unser Star für Malmö”

Wow, was für ein Abend! Der NDR streamt fünf Stunden Eurovisions-Vorentscheid mit Vor- und Nachberichten, und unser neuer Secondscreen hat seine große Stunde, denn die Emotionen kochen hoch: Bayern-Blasmusik mit Fun-Faktor vs. Dance-Pop mit Plagiats-Vorwurf, seltsame Ergebnisse beim Online-Voting der Radio-Wellen, eine umstrittene Jury-Punktevergabe, und und und…

Die NDR-SoViET-Redaktion hatte viel zu tun, über 25.000 Nachrichten zu sichten (Quellen:  in erster Linie twitter #usfm, facebook.de/eurovisionde und der Secondscreen-Chat) und eine Auswahl im Social Stream zu veröffentlichen. Und im Redaktionsstream gab es zusätzlich Vorberichte, besonders gelungene Tweets und Facebook-Nachrichten, Links auf alle Acts, die Aufforderung, Fragen für die ebenfalls live übertragene Pressekonferenz zu stellen – und wilde Diskussionen. Zum Nachlesen: usfm.ndr.soviet.tv, für Internet-Ausdrucker auch einmal als Buch ;-)

Übrigens war die iOS-Variante ein echter “Secondscreen”: da der NDR noch über keinen für iOS geeigneten Stream verfügt, gab es hier kein Live-Video: mit dem iPad vor dem Fernseher also ein echtes Secondscreen-Erlebnis ;-) Alle anderen Abnehmer konnten den Livestream direkt im Secondscreen verfolgen oder wegklappen – je nach persönlicher Präferenz.

Mainz bleibt Mainz – virtuelle Büttenreden mit SoViET

Da war Katja schneller als ich… (schamloses Cross-Posting…):

“Mainz bleibt Mainz” gehört zum Fernsehprogramm eines echten Narren zweifellos fest dazu. Dieses Jahr bietet der SWR den Narren parallel zur Ausstrahlung auch eine interaktive Webanwendung für den Second Screen. Denn für Nicht-Meenzer und Fastnachtsneulinge ist es manchmal schwer, sich in der Fülle der närrischen Traditionen zurechtzufinden. Über die Anwendung werden alle wichtigen Infos zur Fastnachtssitzung und den auftretenden Künstlern ausgespielt.

Mitmachen statt nur mitgucken

Zudem ist der SWR gespannt, wie die Zuschauer Fastnacht feiern. Über mbm@swr.de können sie Bilder aus ihrem Wohnzimmer, oder wo auch immer sie gerade “Mainz bleibt Mainz” schauen, an die Redaktion senden. Die besten Schnappschüsse schaffen es in die Sendung sowie auf das Tablet des Sitzungspräsidenten. “Die Fastnacht ist ein sehr kommunikatives und positiv besetztes Ereignis. Wir wissen, dass die Fassenachter mit Begeisterung die 5. Jahreszeit begehen und auch im Netz sehr aktiv sind. Wir wollen sie noch näher in die Sendung einbinden, ihren Meinungen und närrischen Bräuchen eine Bühne geben”, betont Guido Bülow, Social Media Manager des SWR.

Direkt kommentieren oder tweeten mit #mbm

Neben Kurzinfos bekommen die Nutzer Bilder und Videos der Künstler und Formationen auf ihr Tablet, Notebooks oder Smartphones. Diese werden im linken Teil der Anwendung präsentiert und können kommentiert sowie über Facebook und Twitter geteilt werden. Hat man mal eine Info verpasst, wählt man im Zeitstrahl einfach die passende Uhrzeit aus und kann ganz gezielt nach Informationen suchen. Im rechten Teil der Fasnachts-Anwendung wird ein Social Stream mit Kommentaren von Twitter mit #mbm, Facebook und per Direkteingabe angezeigt. Für alle ohne Fernsehgerät ist auch der Livestream zur Sendung abrufbar.

Ab in die “virtuelle Bütt”

Der Social Stream dient als “virtuelle Bütt”, in der sich die Narren live austauschen und ihre Meinung zur Sendung abgeben können. Gleichzeitig gibt es auch fachkundige Unterstützung von einem Fastnachtsexperten, der Fragen zum Thema direkt im Social Stream beantwortet. Denn wer hätte schon gewusst, dass bereits 1955 der SWF unter dem Titel “Mainz wie es singt und lacht” die erste Fastnachtssitzung aus Mainz übertragen hat, oder dass Comedian Lars Reichow dieses Jahr das erste Mal in der Bütt steht.

Social TV Toolkit

Für die Darstellung des Second Screen dient das Tool SoVIET der Firma 4=1 aus Hamburg, die auf Lösungen dieser Art spezialisiert ist und bereits mit unterschiedlichen Medienhäusern zusammengearbeitet hat.

Närrisches Fernseh-Highlight

“Mainz bleibt Mainz” ist die erfolgreichste Fastnachtssitzung im deutschen Fernsehen. Sieben bis acht Millionen Zuschauer schalten jedes Jahr ein, um die Mainzer Narren in der Bütt zu sehen. Bei aller “Fernsehtauglichkeit” ist es vor allem wichtig, dass das Brauchtum, die Bodenständigkeit und der gewisse Charme der Mainzer Fastnacht erhalten bleiben. Mehr Informationen und ab Freitag auch die Second-Screen-Anwendung sind hier zu finden: http://www.swr.de/mainz-bleibt-mainz/

Bilder vom Event:

Second Screen als Feldversuch

Nikolaus Kellermann ist einer der Video-Volontäre an der Akademie für Publizistik die vor einigen Wochen ihre Abschluss-Sendung mit SoViET-Unterstützung gefahren haben. Ich hatte ihn gebeten, ein paar Worte über die Sendungsplanung, -vorbereitung und die tatsächliche Sendung und den Umgang mit unserem Tool zu schreiben:

Zwischen einer Idee und ihrer technischen Umsetzung liegen meist ein langer Planungsprozess, teure Investitionen und viel Kopfzerbrechen. Manchmal geht es aber auch anders! Da vergehen zwischen einem flapsigen „Komm, wir machen das einfach!“ und der tatsächlichen Umsetzung gerade mal zwei knappe Wochen.

Second Screen – Warum nicht selbst probieren?

Man muss es sich so vorstellen: Die Akademie für Publizistik in Hamburg. Wir, die TV-Volontäre im Kompaktkurs, sitzen in einem Vortrag im vierwöchigen Winterkurs zum Thema „Social Media für TV- Formate“. Dozent Marco Maas von viergleicheins haut uns einen bunten Salat abstrakter Begriffe um die Ohren. Mit dabei: „Social Media Monitoring“, „Social-Stream“ und „Second-Screen“. Die Anwendungen seien vielfältig, der technische Aufwand überschaubar, so die These. Dann die Wortmeldung aus dem Auditorium: „Warum machen wir das nicht auch?“. Gute Frage. Warum eigentlich nicht? Second-Screen als „Feldversuch“ für unsere Abschlusssendung!

Eine knappe Woche später sitzen zwei meiner Kurskollegen und ich im Büro von viergleicheins und lassen uns von Marco und seinem Kollegen Joachim das SoViET-Tool zeigen. Ein paar einfache Einstellungen im Backend, und schon fängt das Tool alle Twitter-Meldungen mit festgelegtem Hash- Tag (#abgedreht) und Facebook-Einträge auf der Seite der Akademie ab und sammelt sie. Was brauchen wir noch? Einen Livestream. Bleibt die Frage: Woher bekommen wir den? Wichtig wäre ein Stream, bei dem sich die Nutzer nicht erst noch registrieren müssen um ihn zu sehen. Hat Youtube nicht seit Neuestem auch Streaming im Angebot? Schnell nachgeschaut und festgestellt, dass das Live-Angebot sich momentan (Stand: Dezember 2012) nicht in Deutschland nutzen lässt. Also nicht. Oder vielleicht doch?

Stream mit Google Hangout

Die Lösung ist ganz einfach und heißt: „Google Hangout On-Air“. Konstantes Streaming mit variabler Qualität je nach Bandbreite – bei der verhältnismäßig schwachen Akademie-Leitung (etwa 2 Mbit/s Upload) unbedingt nötig. Einziges Problem der Google-Lösung aus unserer Sicht ist das störende Videochat-Layout (oben der „Moderator“ und unten die Hangout-Teilnehmer) und die Spiegelung des Videobildes. Dafür lässt sich der Hangout On-Air Stream direkt an das SoViET-Tool anbinden.

Setup in der Akademie

Zwei Tage vor der Sendung. Unser kleines Fernsehstudio in der Akademie wird aufgebaut, drei Kameras verkabelt und eingerichtet. Die Sendung wird direkt in SD auf einen P2-Rekorder aufgezeichnet. Von dem aus wird das Videosignal über einen Wandler von HD-SDI auf IEEE 1394 (Firewire) gewandelt und an einen iMac weitergegeben. So weit, so gut, doch wie „überrede“ ich Google Hangout dazu, statt der eingebauten Kamera des Macs das Firewire-Signal für den Stream zu nutzen? Die Antwort ist ein kleines Tool, das eigentlich für Liveeffekte beim Videochatten genutzt wird. Damit lässt sich das On-Air-Plugin austricksen – und nebenbei auch die Spiegelung des Videosignals umkehren.

Dann der erste Test: Hangout erstellt, On-Air-Funktion aktiviert und den Link in das Backend des SoViET-Tools eingefügt. Die erste, überraschende Feststellung: Es funktioniert! Dann fällt mir noch etwas auf, das ich nicht erwartet habe: Das Videochat-Layout ist verschwunden, das Video brav im Fullscreen zu sehen. Wahrscheinlich liegt das an der Tatsache, dass keine Gäste für den Hangout eingeladen wurden. Der Stream selbst läuft konstant, Bild und Ton brav synchron.

„Befüttert“ werden muss der Social Stream nun auch noch. Entweder direkt als Moderator in das Chatfenster tippen, oder lieber mit einem festen Twitter-Account? Kurzerhand wird ein Twitter- Account eingerichtet. Der lässt sich auch im Vorfeld zur Aktion schon gut nutzen. Außerdem wird das Profilbild von Twitter direkt an das SoViET-Tool weitergereicht. Sieht besser aus.

Material für den Second-Screen

Die Aufteilung des SoViET-Clients gefällt uns auf Anhieb sehr gut. Nach unserem Sendungs-Banner folgt direkt das Livevideo. Direkt darunter: Der Redaktionsstream. Hier sollen während der eigentlichen Sendung Zusatzinhalte zu den gezeigten Berichten angeboten werden. Dafür sollen meine Kollegen schon beim Dreh Zusatzmaterial sammeln. (Fotos, Weblinks… etc.) Rechts neben Video- und Redaktionsstream: Der Social Stream. Hier landen alle Kommentare, die während und vor der Sendung via Twitter, Facebook oder Chat hereinkommen. (Natürlich durch unsere improvisierte „Online-Redaktion“ gesichtet und freigegeben).

Spannung am Sendetag

Dann ist er da: Der große Tag. In wenigen Stunden beginnt unsere Sendung. Den Link zur SoViET- Seite haben meine Volo-Kollegen, die Akademieverwaltung, das viergleicheins-Team und ich schon fleißig über alle sozialen Netzwerke verbreitet. So langsam kommen doch auch bei mir leichte Bauchschmerzen auf. „Lampenfieber“ nennt man das wohl. Meine Kollegen, die im Nebenraum schon eine erste Durchlaufprobe machen und hektisch zwischen Regie und Aufnahmestudio hin und her flitzen, machen es nicht besser.

Von jedem Drehteam habe ich inzwischen Zusatzinhalte zur Sendung bekommen. Alle Bilder habe ich schon vor der Sendung bei Twitpic hochgeladen, die Google-Map- und Youtube-Links schon rausgesucht und alles digital in einen Ablaufplan eingetragen. So muss ich später, wenn die Sendung läuft, die Inhalte nur an der entsprechenden Stelle in den Redaktionsstream posten.

Im Aufnahmestudio haben wir einen Schreibtisch aufgestellt, an dem der Kollege, der mit mir zusammen die „Online-Redaktion“ bildet, sitzt. Er wird später während der Sendung, einzelne Inhalte aus den Kommentaren in die Moderationsliste schieben. Die landen dann auf dem Laptop für die beiden Moderatoren.

Es juckt mich in den Fingern, den Stream noch einmal zu testen, doch da die URL zur Seite bereits bekannt ist, würde so mein Testmaterial auf der fertigen Seite laufen. Keine gute Idee. Vielleicht sollte man beim nächsten Mal noch eine zweite Seite parallel zum Testen einrichten? Dafür ist es jetzt zu spät, jetzt muss ich darauf vertrauen, dass alles funktioniert. Um die Nerven etwas zu beruhigen, drehe ich ein paar Videos von meinen Kollegen bei den Vorbereitungen und lade diese bei Youtube hoch. Die kommen direkt in den Redaktionsstream. Als kleiner Vorgeschmack für die „wartenden Massen“.

Interaktion mit den Moderatoren

Dann ist es 18 Uhr und die Sendung beginnt. Der Stream läuft, erste Kommentare kommen rein. Ich habe große Kopfhörer auf und höre den Livestream ab. Etwa 20 Sekunden liegen zwischen Studio und Stream. „Die Qualität ist teilweise sehr schlecht.“, schreibt da jemand. Nun, damit haben wir gerechnet. Eine 2 Mbit-Leitung scheint für einen konstanten Livestream in guter Qualität nicht auszureichen. Daran lässt sich jetzt nichts mehr ändern. Ansonsten gibt es eigentlich nur Kommentare zur Sendung selbst. Immer wieder beziehen unsere Moderatoren die Kommentare, die über Facebook, Twitter und den SoViET-Chat hereinkommen in ihre Moderation mit ein. Nach knapp 45 Minuten ist es geschafft. Die Live-Sendung ist abgedreht, unser kleiner Feldversuch abgeschlossen.

Fazit: Eine einzigartige Erfahrung

Mein Fazit: Wir haben durch das Secondscreen-Projekt einige neue Dinge über die Integration von Social Media in ein Sendungsformat gelernt. Die Livesituation war für viele von uns eine neue Erfahrung. Wir haben nicht damit gerechnet, dass wir so viel Resonanz und Kommentare während der Sendung bekommen würden. Die Arbeit mit dem SoViET-Tool hat sehr gut funktioniert. Ich war überrascht, dass wir schon nach ein paar Stunden das Tool so gut im Griff hatten. Die Anbindung von Facebook und Twitter hat reibungslos funktioniert. Besonders gut gefallen hat mir, dass Adressen, die zu Youtube-Videos und Bildern führen direkt umgewandelt werden. Der Zuschauer muss so nicht die Seite verlassen um ein Bild zu betrachten, oder sich ein Youtube-Video anzusehen. Diese Funktion könnte auch noch auf andere Inhalte (Beispiel: Google-Maps) erweitert werden. Vom technischen Standpunkt aus wäre eine schnellere Internetverbindung ein Vorteil gewesen. Die Qualität des Streams hätte damit sicher deutlich verbessert werden können. Für uns Volontäre war das Projekt auf jeden Fall eine einzigartige Erfahrung.

Der #Aufschrei – Daten-Dump

Das Mem vom #Aufschrei hat sich auf Twitter nach der Brüderle-Sexismus-Geschichte verselbständigt – wir haben in den vergangenen 4 Tagen (Freitag bis Montag) alle Tweets mit dem Schlagwort #Aufschrei gesammelt – erste Statistiken finden sich hier.

Bemerkung dazu: Da unser SoViET normalerweise auf mehrstündige Events eines Senders mit Zuschauern getrimmt ist, sind einige Zahlen nicht aussagekräftig. Spannend ist der deutliche Peak am gestrigen Sonntag, als Günther Jauch das Thema Sexismus in seiner Sendung aufgriff. Außerdem spannend: Von insgesamt über 58.000 Nachrichten stammen 16.664 von verschiedenen Personen – unsere Arbeitsthese wäre hier, dass sich unglaublich viele unterschiedliche Menschen dazu aufgerufen gesehen haben, ein Statement abzugeben – und nicht, wie sonst hashtag-üblich mehrere Beiträge zu einem Thema zu posten. Über den gesamten Zeitraum hatten wir eine Tweet-Frequenz von durchschnittlich 10,1 Tweets/min – im Jauch-Peak bis zu ca. 70 Tweets/min.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tweets sind zwischen Freitag, 25.01. 11 Uhr und Montag, den 28.01. erstellt und in unserer Datenbank gespeichert worden. Es gibt sicherlich noch einiges an Spam – falls jemand eigene Analysen mit dem Roh-Datensatz machen will, stellen wir ihn hier zur Verfügung (5 MB, gezipptes CSV).

Edit: Der Datensatz zur Verwendung in Excel: hier (Returns innerhalb von Tweets entfernt und Anführungszeichen innerhalb eines Datenfeldes (\”) durch Hochkomma ersetzt (‘).

Und für die Nicht-Nerds sind gerade dabei, die Daten noch in menschenlesbar aufzubereiten und in einem PDF/epub-Format zusammenzustellen – das kann aber noch ein Weilchen dauern. Wer bis dahin selbst Statistiken erstellt hat, möge hier in den Kommentaren einen kleinen Hinweis hinterlassen, die können wir dann alle ins Auschrei-Ebook einlaufen lassen ;-) (interessant wäre z. B. die Geschlechter-Verteilung, die Häufigkeit von Worten wie Schule, Chef, Arbeit, wieviele Leute Pro & Contra waren, wieviele sich lustig gemacht haben – und, und und).

Heute, 18 Uhr #abgedreht – Live-Sendung mit Second-Screen

Ich habe vor einigen Wochen bei der Akademie für Publizistik für die TV-Volontäre eine Einführung in das Thema SocialTV gegeben – und die Volos haben Blut geleckt. Relativ spontan haben sie am Ende des Seminar-Tages entschieden, dass Theorie zwar gut und schön ist, sie aber auch in der Praxis erleben wollen. Wie betreut ein TV-Redakteur ein SocialTV-Angebot, wieviel Interaktion kommt in die Sendung? Nach dem heutigen Abend wissen die rund 20 Kollegen mehr ;-)

Die Jungs und Mädels haben in den vergangenen Tagen fleißig gedreht und geschnitten und präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeit in einer Sendung. Die wird heute abend um 18 Uhr “Live on Tape” aufgezeichnet und parallel ins Netz gestreamt. Und jeder, der Lust hat, kann bei der Sendung auch mitmachen – direkt im Chat, mit dem Hashtag #abgedreht auf Twitter, auf Facebook mittels Kommentar auf der Akademie-Facebook-Seite. Die Sendung wird moderiert – ich kenne derzeit noch das Konzept nicht, kann mir aber vorstellen, dass die Kommentare nicht nur auf der Second-Screen-Seite auftauchen, sondern sich durchaus auch in der Moderation wiederfinden. Also: Heute Abend 18 Uhr ran an die Tasten, ran ans Tablett, ran ans Funktelefon mit Internet-Anbindung ;-)

Der wöchentliche SoViET: Visite-Chat beim NDR

Jede Woche Dienstag, ca. 20:30 Uhr, gibt es nun einen festen SoViET-Termin: Der NDR bietet für die Sendung Visite regelmäßig einen Expertenchat an – meist als Textchat, manchmal auch als “Sendung nach der Sendung” mit einem Videostream.

Für die Fans medizinischen Fachvokabulars und Hypochondrie-Anfällige: heute geht es um Sodbrennen

Feuertaufe gemeistert – unser neuer HTML5-Client

Unser neuer HTML5-Client ist fertig – der erste Einsatz am vergangenen Samstag für “Verstehen Sie Spass?” erfolgreich beendet.

(Ansicht auf dem iPad)

Bisher hatten wir für die meisten Kunden unseren Flash-Client im Einsatz, der in kompakter Optik den Live-Videostream und den Social Stream präsentiert. Für die iOS-Auslieferung fehlte meist noch ein nutzbarer Live-Videostream.

Beim SWR werden Live-Videos nun parallel als Flash-Video und als m3u8-(Apple)-Stream ausgeliefert; ein entsprechend konfigurierter JWPlayer stellt den jeweils passenden Stream im SoViET-Client dar.

Die Live-Stream-Komponente kann – Secondscreen! – mit einem Klick ausgeblendet werden. Zuschauer können so auf dem Fernseher die Sendung verfolgen und auf dem Tablet, auf dem Smartphone oder auf dem Notebook die Aktivitäten in den sozialen Netzen beobachten oder selbst interagieren. Wer will, kann sich hier einen eigenen Eindruck machen – gern auch auf Mobilgeräten testen…

(Client mit eingeklapptem Video)

In der obigen Konfiguration gibt es in unserem Second-Screen zwei große Listen – die linke für redaktionelle Inhalte (in Form von Text-, Video-, oder Bildbeiträgen) – so haben wir die meisten „Streiche“ direkt nach der Ausstrahlung auch als Einzelvideo hier eingebunden.

Auf der rechten Seite spielen wir die kuratierten Beiträge aus den sozialen Netzen (und der Direkteingabe) aus. Wie bei allen anderen SoViET-Geschichten sammeln wir:

Für Twitter:

  • diverse Hashtags
  • „entpackte“ Retweets
  • Beiträge von ausgewählten Usern

Für Facebook:

  • Kommentare auf Seiten und Events,
  • Wall-Postings

Für Google+:

  • Posts und Kommentare

und…

  • Eingaben über unseren Client ohne besonderes Log-In.
  • Mails
  • RSS-Feed-Inhalte

 

 

(hier schreibt der User Joachim)

All diese Beiträge können wir auf beliebigen Kanälen auch wieder ausspielen – das Zusammenspiel mit den TV-Kollegen ist hier gesondert anzumerken: Mit einer SDI-Box von BlackMagic konnten wir mit den Ü-Wagen-Kollegen zusammenarbeiten und haben den Moderator Guido Cantz in die Lage versetzt, Beiträge aus sozialen Netzen direkt über das iPad als animierte Bauchbinde im Fernsehsignal zu veröffentlichen.

Auf der SWR-Seite sah die Integration dann so aus:

 

(SWR-Seite während der Sendung)

Ganz persönlich habe ich lange auf diese Darstellung gewartet – in der Praxis zeigt sich, dass sich auch eine größere Anzahl an Beiträgen bequem neben dem TV-Gucken konsumieren kann. Die Direkteingabe verringert die Interaktionshürde: Im Quotenverlauf war es für uns spannend zu beobachten, dass der weitaus größte Teil der Kommentare über die Chat-Funktion reingekommen ist – knapp 1400 Nachrichten ohne Social-Media-Profil, gegenüber 600 Beiträgen auf Twitter und etwas über 350 auf Facebook (s. Screenshot für die detaillierten Statistiken).

(Klick für detaillierte Statistiken)

PS: Katja Beck hat im Social-TV-Blog ebenfalls schon aus SWR-Sicht zum #VSSpass-Samstag geschrieben.

 

Hansesail Rostock – das Nokia von Herrn Gauck

Gestern hatten wir zur Hansesail-Eröffnung in Rostock einen Event-Client für N-JOY am Start – Besucher konnten auf der großen Vidi-Wall ihre Fotos und Grüße über Facebook, Twitter oder per Mail an die übrigen Besucher zeigen, zusätzlich stellte N-JOY die Grüße auch auf der eigenen Website dar.

Die große Vidi-Wall vor der Bühne:
Ein kleiner Monitor im Backstage-Bereich:
Kollege Kroll sitzt bei den Kollegen der Video-Regie und steuert die Ausgabe über zwei Computer – einer stellt den SoViET-Client dar, mit dem anderen kuratiert er Beiträge aus den diversen sozialen Netzen.
Blick auf die Video-Regie-Monitore:

Und ich weiß jetzt zwei Dinge mehr über unseren Bundespräsidenten Herrn Gauck: Er nutzt privat ein Nokia-Telefon, und das Nummernschild seiner Limousine lautet 0-1